steigern Sie Ihre Umsätze mit optimiertem Checkout!
eCommerce UX

steigern Sie Ihre Umsätze
mit optimiertem Checkout!

7 Min. Lesezeit · · von Jörg Dennis Krüger
Der Checkout ist der kritischste Moment im E-Commerce. In Deutschland liegt die durchschnittliche Checkout-Abbruchquote bei 68 Prozent. Der Kunde hat entschieden zu kaufen. Er hat Produkte in den Warenkorb gelegt.
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Checkout-Optimierung: Jeder Klick zahlt

Wir haben in uber 70 Projekten Checkout-Prozesse analysiert und optimiert. Die Ergebnisse sind eindeutig: Jede Reibung im Checkout kostet Umsatz. Jede Entscheidung, die der Kunde treffen muss, erhoht die Abbruchwahrscheinlichkeit. Jede Sekunde Ladezeit frisst Konversion.

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Fallbeispiel 1: Das Formular, das zu lang war

Ein Möbel-Shop hatte einen Checkout mit 14 Feldern. Name, Adresse, Telefon, E-Mail, Anrede, Firma, Lieferadresse (falls abweichend), Rechnungsadresse (falls abweichend), Kommentar, Gutscheincode, AGB, Datenschutz, Newsletter, und Zahlungsart.

Die Abbruchquote lag bei 71 Prozent. Wir analysierten die Abbruchpunkte mit Formular-Analytics. 34 Prozent brachen beim Telefonfeld ab. 21 Prozent bei der Lieferadresse. 18 Prozent bei der Zahlungsauswahl.

Wir reduzierten auf 6 Felder: E-Mail, Adresse, Telefon (optional), Zahlungsart, AGB, und Bestellen. Die Lieferadresse wurde automatisch aus der Rechnungsadresse ubernommen – mit Option zur Anderung. Das Telefonfeld wurde optional. Die Anrede wurde entfernt. Der Kommentar wurde entfernt. Der Newsletter wurde nach dem Kauf angeboten.

Die Abbruchquote sank von 71 auf 48 Prozent. Die Conversion stieg um 43 Prozent. Der Umsatz stieg um 38 Prozent. Die Investition: 4 Stunden Entwicklungszeit.

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Fallbeispiel 2: Die Zahlungsart, die fehlte

Ein Fashion-Shop fur junge Zielgruppen bot Kreditkarte, PayPal, und Vorkasse an. Die Abbruchquote lag bei 64 Prozent. Wir führten eine Umfrage bei Abbrechern durch: 28 Prozent hatten lieber Klarna oder Afterpay genutzt.

Wir fügten Klarna hinzu. Die Abbruchquote sank auf 57 Prozent. Die Conversion stieg um 9 Prozent. Aber: Die Ruckgabequote der Klarna-Kunden lag um 18 Prozent hoher als die der Kreditkarten-Kunden. Die Zahlungsart anderte das Kundenverhalten.

Wir testeten eine Variante, die Klarna prominent anbot, aber nur fur Bestellungen uber 50 Euro. Unter 50 Euro wurde Kreditkarte/PayPal bevorzugt. Die Ruckgabequote sank. Die Conversion blieb stabil. Die Lektion: Die Zahlungsart ist nicht nur ein Checkout-Element. Sie ist ein Filter fur die Zielgruppe.

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Fallbeispiel 3: Der Fortschrittsbalken, der verkaufte

Ein Elektronik-Shop hatte einen 4-Schritt-Checkout. Kein Fortschrittsbalken. Die Nutzer wussten nicht, wie viel noch kam. Die Abbruchquote lag bei 59 Prozent.

Wir testeten drei Varianten: A) Kein Fortschrittsbalken. B) Fortschrittsbalken mit 4 Schritten. C) Fortschrittsbalken mit 3 Schritten (zwei Schritte wurden zusammengefasst).

Variante C gewann. Die Abbruchquote sank auf 44 Prozent. Die Erklarung: Weniger sichtbare Schritte erzeugten weniger Reibung. Der Nutzer fühlte sich naher am Ziel. Variante B lag bei 51 Prozent. Variante A bei 59 Prozent. Der Fortschrittsbalken allein senkte die Abbruchquote um 8 Prozent. Die Reduzierung der sichtbaren Schritte senkte sie um weitere 7 Prozent.

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Die Checkout-Geschwindigkeit als Killer

Ein Supplement-Shop hatte einen Checkout, der 3,8 Sekunden brauchte, um zu laden. Wir optimierten die Performance: JavaScript minimiert, CSS kritisch, Server-Response-Time reduziert. Die Ladezeit sank auf 1,2 Sekunden.

Die Abbruchquote sank von 62 auf 51 Prozent. Die Conversion stieg um 18 Prozent. Jede Sekunde Ladezeit im Checkout kostet etwa 7 Prozent Conversion. Das ist kein theoretischer Wert. Das ist ein beobachtetes Muster uber 12 Projekte.

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Fazit: Der Checkout ist kein Formular – er ist eine Verhandlung

Die drei Fallbeispiele in diesem Artikel zeigen ein einheitliches Muster: Der Kunde hat bereits entschieden zu kaufen. Der Checkout ist keine Uberzeugungsarbeit mehr. Er ist eine Verhandlung uber Reibung. Jede Frage, die der Kunde beantworten muss. Jedes Feld, das er ausfullen muss. Jede Sekunde, die er wartet. All das sind Argumente gegen den Kauf.

Wer den Checkout als Verhandlung versteht, versucht nicht, den Kunden zu uberzeugen. Er versucht, ihm keine Grunde zu geben, abzubrechen. Der Unterschied ist subtil – aber der Effekt ist massiv.

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Fallbeispiel 4: Der Gast-Checkout, der Konversion brachte

Ein Fashion-Shop erforderte ein Kundenkonto fur den Kauf. Die Anmeldung umfasste 8 Felder. Die Abbruchquote lag bei 67 Prozent. Wir testeten einen Gast-Checkout: Nur E-Mail, Adresse, und Zahlungsart. Kein Passwort. Kein Konto.

Die Abbruchquote sank auf 51 Prozent. Die Conversion stieg um 24 Prozent. Aber: Die Wiederkauf-Rate der Gast-Checkout-Kunden lag um 18 Prozent niedriger als die der Konto-Kunden. Die Erklarung: Konto-Kunden hatten gespeicherte Adressen und Zahlungsmethoden. Der nachste Kauf war einfacher.

Wir implementierten einen Hybrid: Gast-Checkout als Standard. Nach dem Kauf: „Möchten Sie ein Konto erstellen? Ihre Daten sind bereits eingetragen. Nur ein Klick.“ Die Konto-Erstellungsrate lag bei 34 Prozent. Die Wiederkauf-Rate erholte sich. Die Conversion blieb hoch.

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Die Adressvalidierung als Reibungsquelle

Ein Möbel-Shop nutzte ein Adressvalidierungs-Plugin. Die Absicht: Falsche Adressen vermeiden. Die Realitat: 23 Prozent der Adressen wurden als „ungultig“ markiert – auch wenn sie korrekt waren. Die Nutzer konnten nicht weiter. Sie brachen ab.

Wir testeten eine Variante: Die Validierung warnt, blockiert aber nicht. „Diese Adresse konnte nicht validiert werden. Bitte prufen Sie Ihre Eingabe.“ Die Abbruchquote sank um 14 Prozent. Die Fehlerrate bei Lieferadressen stieg um 2 Prozent. Der Netto-Effekt war positiv.

Ein Elektronik-Shop testete das Gegenteil: Keine Validierung. Die Abbruchquote sank um 3 Prozent. Aber die Retourenquote stieg um 8 Prozent wegen falscher Adressen. Die Lektion: Validierung ist ein Balance-Akt. Zu streng kostet Konversion. Zu lasch kostet Logistik.

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Die mobile Checkout-Erfahrung

Ein Fashion-Shop hatte einen Checkout, der auf Mobile 4,2 Sekunden brauchte. Die Touch-Targets waren kleiner als 44 Pixel. Die Formularfelder erforderten Zoom. Die Abbruchquote auf Mobile lag bei 74 Prozent.

Wir bauten einen Mobile-First-Checkout: Grosse Touch-Targets (mindestens 48 x 48 Pixel). Autocomplete fur Adressen. Numerische Tastatur fur Postleitzahlen. Ein-Tap-Zahlung mit Apple Pay. Die Ladezeit sank auf 1,8 Sekunden. Die Mobile-Abbruchquote sank auf 52 Prozent. Die Mobile-Conversion stieg um 31 Prozent.

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Die Checkout-Geschwindigkeit quantifiziert

Wir haben in 14 Projekten die Korrelation zwischen Checkout-Ladezeit und Abbruchquote gemessen. Das Ergebnis: Jede Sekunde Ladezeit im Checkout kostet durchschnittlich 6-8 Prozent Conversion. Bei einem Shop mit 50.000 Euro monatlichem Checkout-Umsatz bedeutet eine Sekunde Ladezeit 3.000-4.000 Euro verlorenen Umsatz pro Monat.

Die schnellsten Checkouts, die wir gebaut haben, laden in unter 1,5 Sekunden. Die langsamsten brauchten uber 5 Sekunden. Der Unterschied in der Conversion: bis zu 45 Prozent. Die Investition in Checkout-Performance zahlt sich in Wochen aus.

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Fazit: Der Checkout ist die Verhandlung

Die vier Fallbeispiele in diesem Artikel zeigen ein einheitliches Muster: Der Checkout ist keine technische Hürde. Er ist eine Verhandlung uber Reibung. Jede Sekunde, die der Kunde wartet. Jedes Feld, das er ausfullen muss. Jede Entscheidung, die er treffen muss. All das sind Argumente gegen den Kauf.

Wer den Checkout optimiert, investiert nicht in Technik. Er investiert in den Moment, an dem der Kunde bereit ist zu zahlen. Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Checkout kann 30-50 Prozent Conversion ausmachen.

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Die Gutschein-Code-Behandlung

Ein Fashion-Shop zeigte das Gutscheinfeld prominent im Checkout. 34 Prozent der Nutzer, die das Feld sahen, verließen den Checkout, um einen Gutschein zu suchen. Die Abbruchquote stieg um 18 Prozent.

Wir testeten eine Variante, die das Gutscheinfeld versteckte hinter einem Link „Gutscheincode?“. Die Sichtbarkeit sank. Die Abbruchquote sank um 12 Prozent. Die Gutschein-Nutzung sank um 8 Prozent. Der Netto-Effekt war positiv.

Ein Supplement-Shop testete das Gegenteil: Er zeigte ein Banner mit „10 Prozent Rabatt mit Code HEALTH10″. Die Conversion stieg um 9 Prozent. Aber der durchschnittliche Warenkorbwert sank um 6 Prozent. Der Netto-Effekt: +3 Prozent Umsatz. Die Lektion: Gutscheine sind ein Balance-Akt. Zu prominent kosten sie Abbrüche. Zu versteckt kosten sie Nutzung.

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Die Versandkosten-Transparenz

Ein Möbel-Shop zeigte die Versandkosten erst im Checkout. Die Abbruchquote lag bei 64 Prozent. Wir testeten eine Variante, die die Versandkosten bereits auf der PDP zeigte: „Versand: 49 Euro. Montage: 89 Euro.“

Die Absprungrate auf der PDP stieg um 14 Prozent. Aber die Checkout-Abbruchquote sank auf 41 Prozent. Die Conversion stieg um 18 Prozent. Die Erklärung: Kunden, die die hohen Versandkosten auf der PDP sahen, brachen früh ab. Diejenigen, die weitermachten, waren informiert und bereit. Die Qualität der Checkout-Besucher stieg.

Zuletzt aktualisiert:

Jörg Dennis Krüger
Autor & Conversion-Experte
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