optimieren Sie die Ecommerce-Navigation für höhere Umsätze
eCommerce UX

optimieren Sie die Ecommerce-Navigation
für höhere Umsätze

7 Min. Lesezeit · · von Jörg Dennis Krüger
Die Navigation ist das Rückgrat jedes E-Commerce-Shops. Sie bestimmt, ob der Kunde findet, was er sucht – oder ob er nach drei Klicks aufgibt. Die meisten Shops investieren in Marketing, in Design, in Produkte.
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E-Commerce-Navigation: Der versteckte Umsatzhebel

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Wir haben in über 60 Shop-Analysen die Navigation untersucht. In 73 Prozent der Shops finden Kunden Produkte nicht, die vorhanden sind. Nicht weil die Produkte schlecht sind. Sondern weil die Navigation sie nicht sichtbar macht.

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Die Suche als Hauptnavigation

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Die interne Suche ist der am meisten unterschätzte Navigationselement. Nutzer, die die Suche nutzen, konvertieren im Durchschnitt 2,3-mal so oft wie Nutzer, die nur browsen.

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Ein Möbel-Shop hatte eine Suche, die exakte Treffer anzeigte – und sonst nichts. Suchte ein Kunde nach „bequemer Sessel“, zeigte die Suche null Ergebnisse. Die Absprungrate nach Suchen ohne Ergebnis lag bei 89 Prozent.

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Wir implementierten eine intelligente Suche mit Synonym-Erkennung und Fuzzy-Matching. Die Conversion-Rate der Suchnutzer stieg von 4,1 auf 7,3 Prozent. Der Anteil der Suche am Gesamtumsatz verdoppelte sich.

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Das Mega-Menü als Entscheidungsbeschleuniger

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Ein Fashion-Shop testete ein Mega-Menü gegen ein klassisches Dropdown. Das Mega-Menü zeigte pro Hauptkategorie vier Unterkategorien mit je einem Produktbild. Die Klickrate stieg um 34 Prozent. Die Conversion stieg um 12 Prozent.

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Aber auf Mobile war das Mega-Menü unbrauchbar. Wir bauten eine Mobile-Variante mit Vollbild-Overlay und großen Touch-Targets. Die Mobile-Klickrate stieg um 18 Prozent.

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Filter, die funktionieren

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Ein Elektronik-Shop hatte Filter nach Marke, Preis, Farbe und Bewertung. 47 Prozent der Kunden nutzten die Filter nicht. Wir testeten nutzerzentrierte Filter: „Wofür nutzen Sie den Laptop?“ Die Filter-Usage stieg von 23 auf 61 Prozent. Die Conversion stieg um 19 Prozent.

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Mobile-Navigation als eigenes System

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Mobile-Navigation ist nicht „Desktop-Navigation, nur kleiner“. Ein Beauty-Shop hatte eine Mobile-Navigation, die das Desktop-Mega-Menü 1:1 übernahm. Die Menü-Öffnungsrate lag bei 8 Prozent.

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Wir bauten eine Mobile-First-Navigation: 6 Hauptkategorien, Vollbild-Overlay, Touch-Targets von mindestens 48 × 48 Pixel. Die Menü-Öffnungsrate stieg auf 31 Prozent. Die Conversion Rate der Mobile-Nutzer stieg um 9 Prozent.

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Fazit: Navigation ist Business, nicht Design

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Die Navigation ist das Rückgrat des Shops. Wer sie als strategischen Hebel versteht, investiert in die Infrastruktur, die den Kunden zum Produkt führt. Wer sie als Selbstverständlichkeit behandelt, verliert Kunden an Shops, die es besser machen.

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Breadcrumbs als sekundäre Navigation

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Ein Outdoor-Shop testete Breadcrumbs auf der PDP. Die ursprüngliche Variante hatte keine Breadcrumbs. Nutzer, die über organische Suche auf einer PDP landeten, hatten keinen Weg zurück zur Kategorie.

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Die Breadcrumb-Variante zeigte: Startseite > Outdoor-Bekleidung > Jacken > Softshell-Jacken. Die Klickrate auf die Breadcrumbs lag bei 14 Prozent. Die Conversion Rate der Nutzer, die auf Breadcrumbs klickten, lag um 31 Prozent höher als die der Nutzer, die nicht klickten.

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Die Erklärung: Die Breadcrumbs gaben den Nutzern Orientierung. Sie wussten, wo sie sich befanden. Und sie hatten einen einfachen Weg zurück zur Kategorie, um Alternativen zu vergleichen. Ein kleines Element mit großem Effekt.

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Die Suchergebnis-Seite als Conversion-Hebel

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Ein Elektronik-Shop zeigte auf der Suchergebnis-Seite 24 Produkte in einem Grid. Wir testeten eine Variante mit 12 Produkten und einer „Top-Empfehlung“ oben. Die Top-Empfehlung war das meistverkaufte Produkt der letzten 30 Tage mit einer kurzen Begründung: „Meistverkauft · 4,7 Sterne · Lieferung morgen“.

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Die Conversion Rate stieg um 11 Prozent. Die Zeit auf der Seite sank um 18 Prozent. Die Nutzer fanden schneller, was sie suchten. Weniger ist manchmal mehr.

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Die Kosten schlechter Navigation

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Ein Supplement-Shop investierte 40.000 Euro pro Monat in Google Ads. Die Absprungrate nach dem Klick lag bei 67 Prozent. Die Analyse zeigte: 34 Prozent der Nutzer suchten nach einem spezifischen Produkt, fanden es aber nicht in der Navigation.

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Das Problem: Die Kategorien waren nach Wirkstoff benannt („Omega-3″, „Vitamin D“, „Magnesium“). Die Nutzer suchten aber nach Anwendungszweck („Gelenke“, „Energie“, „Schlaf“). Wir änderten die Navigation zu anwendungsbasierten Kategorien. Die Absprungrate sank auf 41 Prozent. Die Conversion stieg um 22 Prozent. Die Google Ads-Kosten pro Conversion sanken um 31 Prozent.

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Die Filter-Logik als Conversion-Hebel

Ein Fashion-Shop hatte Filter nach Marke, Preis, Farbe und Grosse. 52 Prozent der Nutzer nutzten die Filter nicht. Die Analyse zeigte: Die Filter waren versteckt hinter einem „Filter“-Button. Die Nutzer sahen sie nicht.

Wir testeten eine Variante mit sichtbaren Filter-Chips direkt uber dem Produktgrid. Die Filter-Usage stieg von 23 auf 58 Prozent. Die Conversion stieg um 14 Prozent. Aber: Die durchschnittliche Verweildauer sank um 21 Prozent. Die Nutzer fanden schneller, was sie suchten. Kurzere Verweildauer bei hoherer Conversion ist ein gutes Zeichen.

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Die Suche als Navigation-Ersatz

Ein Elektronik-Shop bemerkte, dass 34 Prozent der Nutzer die Suche nutzten, statt zu browsen. Die Suche hatte eine Null-Ergebnis-Rate von 28 Prozent. Die Nutzer suchten nach Begriffen wie „schnelles Ladegerat“ oder „leichter Laptop“ – Begriffe, die nicht in den Produkttiteln vorkamen.

Wir implementierten eine semantische Suche mit Synonym-Matching. „Schnelles Ladegerat“ fand nun Produkte mit „Quick Charge“ oder „Power Delivery“. „Leichter Laptop“ fand Produkte mit „unter 1,5 kg“ im Beschreibungstext. Die Null-Ergebnis-Rate sank auf 9 Prozent. Die Conversion der Suchnutzer stieg um 26 Prozent.

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Die Mobile-Navigation als eigenes System

Ein Beauty-Shop ubernahm das Desktop-Mega-Menu 1:1 auf Mobile. Das Ergebnis: Die Menu-Offnungsrate lag bei 7 Prozent. Die Nutzer fanden die Kategorien nicht.

Wir bauten eine Mobile-First-Navigation: 5 Hauptkategorien mit grossen Icons und klaren Labels. Kein verschachteltes Menu. Keine kleinen Touch-Targets. Die Menu-Offnungsrate stieg auf 34 Prozent. Die Conversion der Mobile-Nutzer stieg um 12 Prozent.

Der kritische Unterschied: Desktop-Navigation ist hierarchisch. Mobile-Navigation muss flach sein. Je mehr Ebenen, desto mehr Abbruche auf Mobile. Die Faustregel: Maximal 2 Ebenen auf Mobile. Alles andere führt in ein Menu-Labyrinth.

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Die Kosten schlechter Navigation quantifiziert

Ein Supplement-Shop investierte 35.000 Euro pro Monat in Google Ads. Die Absprungrate nach dem Klick lag bei 64 Prozent. Die Analyse zeigte: 31 Prozent der Nutzer suchten nach Anwendungszweck („Schlaf“, „Energie“, „Immunsystem“), aber die Navigation war nach Wirkstoff organisiert („Melatonin“, „Koffein“, „Vitamin C“).

Wir anderten die Navigation zu anwendungsbasierten Kategorien. Die Absprungrate sank auf 39 Prozent. Die Conversion stieg um 24 Prozent. Die Google Ads-Kosten pro Conversion sanken um 33 Prozent. Die Investition in die Navigation zahlte sich in 6 Wochen aus.

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Die interne Verlinkung als Navigation

Ein Elektronik-Shop hatte auf seiner Startseite ein Karussell mit „Top-Produkten“. Die Klickrate lag bei 2,1 Prozent. Wir testeten eine Variante, die statt eines Karussells ein statisches Grid mit 6 Produkten zeigte – mit klaren Kategorien-Labels uber jedem Produkt.

Die Klickrate stieg auf 6,7 Prozent. Die Conversion der Startseiten-Besucher stieg um 9 Prozent. Die Erklarung: Das Karussell versteckte Produkte. Die Nutzer scrollten nicht horizontal. Das Grid zeigte alles auf einen Blick.

Ein Fashion-Shop testete „Related Products“ auf der PDP. Die ursprungliche Variante zeigte 8 Produkte aus derselben Kategorie. Die neue Variante zeigte 4 Produkte aus derselben Kategorie und 4 aus einer komplementaren Kategorie.

Die durchschnittliche Bestellsumme stieg um 14 Prozent. Die Cross-Sell-Rate stieg von 6 auf 13 Prozent. Ein Kunde, der ein Kleid kaufte, sah passende Schuhe – nicht weitere Kleider. Die Navigation führte zur Erganzung, nicht zur Wiederholung.

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Die Suche nach Navigation

Ein Möbel-Shop bemerkte, dass 41 Prozent der Nutzer, die die interne Suche nutzten, nach Kategorien suchten – nicht nach Produkten. Sie suchten nach „Sofas“ oder „Esstische“ statt nach „Chelsea Sofa Beige“.

Wir anderten die Suche: Bei Kategorien-Suchen zeigte die Suche zuerst die Kategorie-Seite, dann die Produkte. Die Absprungrate der Suchnutzer sank von 58 auf 31 Prozent. Die Conversion stieg um 22 Prozent. Die Nutzer fanden, was sie suchten – auch wenn sie nicht genau wussten, wie es hiess.

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Die Navigation als KPI

Navigation ist messbar. Wir nutzen vier Metriken: Menu-Offnungsrate, Suchnutzungsrate, Filter-Usage-Rate, und Pfad-Effizienz. Die Pfad-Effizienz misst: Wie viele Klicks braucht ein Nutzer, um sein Ziel zu erreichen?

Ein Fashion-Shop hatte eine Pfad-Effizienz von 4,2 Klicks pro Konversion. Nach der Navigation-Optimierung sank sie auf 2,8 Klicks. Jeder eingesparte Klick ist eine Reduzierung der Reibung. Und Reibungsreduktion ist Conversion-Optimierung.

Zuletzt aktualisiert:

Jörg Dennis Krüger
Autor & Conversion-Experte
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