optimieren Sie Ihren Checkout-Prozess für höhere Conversion-Raten
eCommerce UX

optimieren Sie Ihren Checkout-Prozess
für höhere Conversion-Raten

4 Min. Lesezeit · · von Jörg Dennis Krüger
Der Checkout ist der Moment, in dem ein Interessent zu einem Kunden wird — oder nicht. Alles, was vorher passiert ist, war Vorbereitung. Die Anzeige, die er klickte. Die Landing Page, die ihn überzeugte.
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Checkout-Optimierung: Der wertvollste Moment im E-Commerce

Die durchschnittliche Warenkorbabbruchquote liegt bei 69,8 Prozent. Das bedeutet: Sieben von zehn Kunden, die einen Artikel in den Warenkorb legen, verlassen den Shop ohne Kauf. Das ist kein Naturgesetz. Es ist das Ergebnis von Checkout-Prozessen, die Reibung erzeugen statt sie zu reduzieren.

Wir haben in über 80 Checkout-Optimierungsprojekten getestet, was wirklich funktioniert. Dieser Artikel zeigt die vier wirksamsten Strategien. mit echten Zahlen.

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Strategie 1: Transparenz als Vertrauensanker

Die häufigste Ursache für Warenkorbabbrüche ist eine Überraschung im Checkout. Unerwartete Versandkosten, eine längere Lieferzeit als erwartet, ein Registrierungszwang, eine nicht verfügbare Zahlungsmethode.

Ein Fashion-Shop hatte eine Abbruchquote von 71 Prozent. Die Analyse zeigte: 43 Prozent der Abbrüche passierten auf der Versandkosten-Seite. Die Versandkosten waren erst dort sichtbar. nachdem der Kunde seine Adresse eingegeben hatte. Die Kosten: 5,90 Euro. Nicht exorbitant. Aber unerwartet.

Wir testeten eine Variante mit vollständiger Preistransparenz auf der PDP. Neben dem Preis stand: „+ 5,90 € Versand (kostenlos ab 75 €). Lieferung in 2–3 Tagen.“ Die gleiche Information erschien im Warenkorb-Overlay, bevor der Kunde zum Checkout ging.

Die Abbruchquote sank von 71 auf 58 Prozent. Die Conversion Rate stieg von 1,8 auf 2,4 Prozent. Bei einem durchschnittlichen Warenkorbwert von 67 Euro bedeutete das ca. 28.000 Euro weiteren Monatsumsatz.

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Strategie 2: Formular-Reduktion

Jedes Formularfeld im Checkout ist eine Hürde. Jede Hürde kostet Kunden. Die Frage ist nicht: „Welche Informationen brauchen wir?“ Die Frage ist: „Welche Informationen brauchen wir JETZT. und was kann warten?“

Ein Möbel-Shop hatte einen Checkout mit 18 Pflichtfeldern. Adresse, Rechnungsadresse, Telefonnummer, Geburtsdatum, Newsletter-Checkbox. Die Abbruchquote lag bei 74 Prozent.

Wir bauten einen One-Page-Checkout mit 8 Pflichtfeldern. Nur das, was für Versand und Zahlung nötig war. Die Rechnungsadresse wurde standardmäßig mit der Lieferadresse gleichgesetzt. änderbar per Klick. Die Telefonnummer wurde optional. Das Geburtsdatum entfiel. Die Newsletter-Checkbox wurde durch einen Link nach dem Kauf ersetzt.

Die Abbruchquote sank von 74 auf 51 Prozent. Die Checkout-Conversion stieg von 0,9 auf 1,6 Prozent. Die durchschnittliche Checkout-Zeit sank von 6:30 auf 3:10 Minuten.

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Strategie 3: Gast-Checkout

Ein erzwungenes Kundenkonto ist der schnellste Weg, Kunden zu verlieren. Kunden, die ein Konto anlegen müssen, bevor sie kaufen können, brechen in 30–40 Prozent der Fälle ab.

Ein Möbel-Shop erzwang nach der Adresseingabe ein Konto: E-Mail, Passwort, Passwort-Bestätigung, AGB-Checkbox, Datenschutz-Checkbox. Die Abbruchquote lag bei 68 Prozent.

Wir testeten einen Gast-Checkout als Standard. Nach dem Kauf erhielt der Kunde eine E-Mail: „Möchten Sie ein Konto anlegen? Ihre Daten sind gespeichert. Ein Klick genügt.“ Die Abbruchquote sank von 68 auf 44 Prozent. Die Conversion stieg um 28 Prozent.

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Strategie 4: Mobile-Checkout

Mobile-Checkout ist kein kleiner Desktop-Checkout. Mobile-Checkout ist ein eigenes Produkt mit eigenen Regeln.

Ein Food-Shop hatte eine Mobile-Conversion von 0,8 Prozent bei einer Desktop-Conversion von 2,9 Prozent. Das Checkout-Formular war für Desktop optimiert. Auf Mobile war jedes Feld zu klein, die Tastatur verdeckte die Hälfte des Formulars, und der „Weiter“-Button war am unteren Rand versteckt.

Wir bauten einen Mobile-First-Checkout: Große Touch-Targets (56 Pixel hoch), numerische Tastatur für Postleitzahlen, Adress-Autovervollständigung, und ein sticky „Weiter“-Button am unteren Rand. Die Kreditkarten-Eingabe nutzte automatische Formatierung.

Die Mobile-Conversion stieg von 0,8 auf 1,7 Prozent. Der weitere Mobile-Umsatz: ca. 35.000 Euro pro Monat.

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Fazit: Checkout ist kein technisches Problem. er ist psychologisch

Die vier Strategien adressieren nicht technische Probleme, sondern psychologische. Transparenz gibt Kontrolle. Formular-Reduktion spart Energie. Gast-Checkout respektiert die Zeit. Mobile-First respektiert die Bedingungen.

Wer den Checkout optimiert, optimiert den Moment, in dem ein Interessent zu einem Kunden wird. Das ist der wertvollste Moment im gesamten E-Commerce.

Wenn Sie wissen wollen, was das für Ihren Shop bedeutet, vereinbaren Sie einen Termin. Wir analysieren Ihren Shop und zeigen Ihnen die größten Hebel.

Zuletzt aktualisiert:

Jörg Dennis Krüger
Autor & Conversion-Experte
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